Yogablock, Gurt und Decke: Hilfsmittel ohne Leistungsdruck

Ein Yogablock ist kein Zeichen dafür, dass du eine Haltung „noch nicht kannst“. Ein Gurt ist keine Abkürzung. Eine Decke ist kein Luxus für Empfindliche.
Hilfsmittel verändern Abstand, Höhe, Auflage und Wärme. Dadurch kann eine Position verständlicher oder für den heutigen Körper passender werden.
Der Yogablock: Boden ein Stück näher
Ein Block kann unter einer Hand, unter dem Gesäß oder als klar begrenzte Unterstützung liegen. Er wird je nach Position flach, seitlich oder hoch verwendet.
Wichtig: Stelle ihn stabil auf eine ebene Fläche und wechsle die Höhe nicht hektisch unter Belastung. Die höchste Kante bietet am wenigsten Auflage und ist nicht automatisch die beste Wahl.
Der Yogagurt: Reichweite verbinden
Ein Gurt kann die Hände verlängern, wenn du einen Fuß oder beide Hände nicht bequem erreichst. Er soll nicht dazu dienen, dich mit Kraft tiefer in eine Position zu ziehen.
Halte so, dass du weiterhin ruhig greifen und lösen kannst. Befestige einen Gurt niemals eigenständig auf eine Weise, die Hals, Gelenk oder Atmung einschränkt.
Die Decke: Wärme, Polster und klare Höhe
Eine gefaltete Decke kann unter Knie, Becken oder Kopf liegen und im ruhigen Abschluss wärmen. Wie hoch und wo sie sinnvoll ist, hängt von der Position ab.
Unter dem Kopf sollte eine Unterlage nicht pauschal verwendet werden, wenn dadurch der Nacken ungünstig liegt. Folge der konkreten Anleitung und sag Bescheid, wenn etwas drückt oder taub wird.
Muss ich alles selbst besitzen?
Nein. Frag beim konkreten Kurs, welche Ausstattung vorhanden ist und ob du eine eigene Matte oder Decke mitbringen sollst. Aus hygienischen oder persönlichen Gründen kannst du eigenes Material bevorzugen, aber ein Einkauf sollte keine Voraussetzung für die erste Probestunde sein.
Drei Sätze, die du im Unterricht sagen darfst
- „Kannst du mir die Variante mit Block noch einmal zeigen?“
- „Diese Position passt heute nicht – welche Alternative gibt es?“
- „Ich möchte keine körperliche Korrektur, bitte erkläre es mir mit Worten.“
Ein Hilfsmittel ersetzt nicht dein Einverständnis. Körperliche Unterstützung durch eine Kursleitung darf nicht ungefragt passieren.
Weniger Höhe ist nicht mehr Yoga
Ziel ist nicht, den Block irgendwann demonstrativ wegzulassen. Er kann an einem Tag sinnvoll sein und am nächsten nicht. Menschen mit langer Yogapraxis verwenden Hilfsmittel genauso.
Entscheidend ist, dass du weißt, warum du etwas benutzt und dich nicht in eine Form drückst.
Welche Ausstattung im Wohlfühlraum beim gewählten Termin bereitliegt, siehst du in der Ausschreibung oder erfährst du vor der Buchung. Wenn du ganz neu beginnst, lies zusätzlich Yoga für Anfängerinnen und Anfänger. Aktuelle Stunden stehen im Wochenplan.


